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Was kostet ein Smart Home im Neubau?

Autorenbild: DI Nikolaus Wagner
DI Nikolaus Wagner
vor 1 Tag
5 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 3 Stunden

Preisbandbreiten aus über 600 Anlagen: von der Kleinwohnung bis zum Einfamilienhaus, ohne Elektriker gerechnet.

Wandtablet mit Button-App zur Smart-Home-Bedienung in einer Wiener Wohnung

Klartext

Eine 80-m²-Neubauwohnung mit Steuerung von Licht, Beschattung, Heizung und Klima kostet bei Button unter 6.000 Euro brutto. Darin enthalten sind Hardware, Projektierung, Programmierung, Inbetriebnahme, Einschulung sowie Server und iPad mit Wandhalterung. Nicht enthalten ist der Einbau durch den Elektriker. Eine Kleinstwohnung liegt bei rund 3.500 Euro, ein Penthouse oder Einfamilienhaus mit KNX bei 12.000 bis 14.000 Euro, jeweils brutto.

Auf einen Blick

  • 80-m²-Wohnung, Licht, Beschattung, Heizung, Klima: unter 6.000 Euro brutto.

  • Kleinstwohnung: rund 3.500 Euro brutto. Penthouse oder Einfamilienhaus mit KNX: 12.000 bis 14.000 Euro brutto.

  • Es gibt keine fixen Pakete. Der Preis richtet sich nach Anforderungen, Wünschen und Anzahl der Komponenten.

  • Größte Preistreiber sind das System, die Taster und die Gateways für andere Gewerke.

  • Der Elektriker ist nie im Button-Preis enthalten und wird getrennt beauftragt.

Inhalt

  1. Was kostet eine typische Neubauwohnung?

  2. Was ist in einer Wohnung typischerweise verbaut?

  3. Wie verändert sich der Preis mit der Größe?

  4. Was treibt den Preis nach oben?

  5. Was ist im Preis enthalten und was nicht?

  6. Was kostet der Elektriker zusätzlich?

  7. Häufige Fragen

Die meisten Preisangaben zu Smart Home im Netz sind Spannen von ein paar hundert bis zu mehreren zehntausend Euro. Damit kann niemand planen. Wir haben seit 2012 über 600 Anlagen umgesetzt, rund 550 davon in Bauträgerwohnungen, und können deshalb konkreter werden. Die Zahlen in diesem Beitrag sind Erfahrungswerte aus abgerechneten Projekten. Sie ersetzen kein Angebot, geben aber eine belastbare Größenordnung für die Budgetplanung.

Was kostet eine typische Neubauwohnung?

Eine 80-m²-Wohnung mit Licht, Beschattung, Einzelraumheizung und Klimasteuerung kostet bei uns unter 6.000 Euro brutto.

Das ist der Button-Anteil, und er umfasst:

  • die gesamte Hardware: Aktoren, Thermostate, Server

  • Projektierung und Programmierung

  • Inbetriebnahme vor Ort

  • Einschulung der Bewohner

  • ein iPad mit Wandhalterung als fixe Bedienstelle

Fixe Pakete bieten wir nicht an. Der Umfang richtet sich nach den Anforderungen und Wünschen und nach der Anzahl der Komponenten. Im Altbau etwa gibt es fast nie motorische Beschattung, im Neubau fast immer. Der Preis folgt dem, was tatsächlich verbaut wird.

Stand Oktober 2026, Erfahrungswerte aus unseren abgerechneten Projekten.

Was ist in einer Wohnung typischerweise verbaut?

In einer typischen Bauträgerwohnung steuern wir vier Bereiche:

  • Licht: bis zu 10 Lichtkreise, davon 1 bis 2 gedimmt (Universaldimmer)

  • Beschattung: 5 bis 10 Jalousie- bzw. Rollladenaktoren

  • Heizung: rund 5 Raumthermostate, Einzelraumregelung

  • Klima: 4 bis 5 Klimaplatinen, Ein/Aus über Fensterkontakte

  • Bedienung: 1 Server, 1 iPad mit Wandhalterung

Zur Klimasteuerung ein Detail, das in der Planung oft übersehen wird: Wir schalten die Klimageräte über eine Schaltplatine ein und aus, und beim Öffnen eines Fensters geht das Gerät automatisch aus. Das funktioniert nur, wenn das Klimagerät nach einer Stromunterbrechung wieder im letzten Zustand anläuft. Diese Funktion sollte bei der Geräteauswahl geprüft werden.

In Einfamilienhäusern, Villen, Gastronomie und Handel kommen weitere Gewerke dazu: Wärmepumpe, Photovoltaik, Sauna, Pool, Audio und Netzwerk. Dort arbeiten wir meist mit KNX oder Loxone. Welches System wann passt, steht im Beitrag KNX, Homematic IP, Loxone Air oder Shelly.

Homematic-IP-Raumthermostat neben Lichtschaltern in einer Neubauwohnung

Wie verändert sich der Preis mit der Größe?

  • Kleinstwohnung, Homematic IP: rund 3.500 Euro

  • 80-m²-Wohnung, Homematic IP: unter 6.000 Euro

  • Penthouse oder Einfamilienhaus mit KNX: 12.000 bis 14.000 Euro, beim Einfamilienhaus meist zuzüglich Netzwerk, Audio und Video

Stand Oktober 2026, Erfahrungswerte aus unseren Projekten. Es sind typische Werte, keine Durchschnitte.

Der Sprung von der Regelwohnung zum Penthouse kommt nicht nur von der Fläche. Mit KNX kostet dieselbe Funktion etwa das Doppelte, weil Komponenten und Planung aufwendiger sind.

Was treibt den Preis nach oben?

Drei Posten machen den größten Unterschied:

Das System. KNX und Loxone-Aktorik kosten in unseren Projekten jeweils etwa das Doppelte von Homematic.

Die Taster. Ein hochwertiger Designtaster kostet je nach Oberfläche, etwa Metall poliert oder Bronze, einige hundert Euro. Ein einzelner Taster dieser Klasse kann damit so viel kosten wie die gesamte Lichtsteuerung einer Wohnung mit Homematic.

Gateways zu anderen Gewerken. Jedes Gateway kostet einige hundert Euro. Ein DALI-Gateway liegt bei rund 500 Euro, ein Modbus-Gateway bei rund 250 Euro.

Dazu kommen Visualisierung und Server, die bei jeder Anlage anfallen, aber nicht mit der Wohnungsgröße wachsen. Deshalb ist eine Kleinstwohnung pro Quadratmeter teurer als eine große.

Bauträger, die uns beauftragen, nehmen in der Regel den vollen Funktionsumfang. Gespart wird eher beim System. Wie das ausgehen kann, zeigt ein Fall aus zwei Dachgeschosswohnungen im Beitrag zur Systemwahl.

Was ist im Preis enthalten und was nicht?

Enthalten: Hardware, Projektierung, Programmierung, Inbetriebnahme, Einschulung, Server, iPad und Wandhalterung.

Nicht enthalten:

  • der Einbau. Den übernimmt immer der Elektriker, wir montieren nicht selbst.

  • die Verkabelung und Elektroinstallation

  • Netzwerk, Audio und Video, sofern nicht gesondert beauftragt

  • der Support nach der Übergabe. Er wird nach Aufwand abgerechnet, mehr dazu im Beitrag Wer betreut die Anlage nach der Übergabe?

Was kostet der Elektriker zusätzlich?

Die Systemwahl verschiebt Kosten zwischen den Gewerken. Die sinnvolle Vergleichsgröße ist deshalb der Mehraufwand gegenüber einer konventionellen Elektroinstallation.

Bei Homematic-Funk ist dieser Mehraufwand gering, weil die Aktoren in den Verteiler oder die Unterputzdose kommen und konventionell verdrahtet werden. Bei KNX ist er real: Busleitung, größerer Verteiler, mehr Dosen.

Wie hoch der Mehraufwand ist, hängt stark vom Elektriker und vom Zeitpunkt ab. Aus unseren Projekten kennen wir drei Größenordnungen:

  • Mit Sternverkabelung rechnen Elektriker mit rund 10 Prozent Mehraufwand gegenüber einer konventionellen Installation.

  • Ist die Smart-Home-Anforderung schon in der Planung bekannt, verrechnen manche Elektriker gar nichts extra.

  • Erfährt der Elektriker erst während der Bauphase davon, haben wir 25 bis 30 Prozent plus Aufschlag gesehen.

Das sind Erfahrungswerte aus unseren Projekten, keine Preisliste. Verbindlich ist das Angebot des Elektrikers.

Unser Rat: Den Elektriker früh einbinden und die Smart-Home-Anforderung schon in die Ausschreibung schreiben.

Zum Mitnehmen

  • Für eine 80-m²-Wohnung mit Licht, Beschattung, Heizung und Klima unter 6.000 Euro brutto einplanen, Elektriker extra.

  • Kleinstwohnung rund 3.500 Euro, Penthouse oder Einfamilienhaus mit KNX 12.000 bis 14.000 Euro, jeweils brutto.

  • Designtaster und Gateways sind die versteckten Preistreiber.

  • Beim Klimagerät prüfen, ob es nach Stromausfall im letzten Zustand wieder anläuft.

  • Die Smart-Home-Anforderung früh in die Elektroplanung schreiben.

Der nächste Schritt vor einer Beauftragung ist ein Erstgespräch zur Bedarfserhebung: Welche Funktionen braucht die Wohnung wirklich, und was muss dafür in die Planung? Kontakt: office@button.co.at oder +43 1 320 08 11. Unsere Leistungen für Bauträger stehen unter Businesskunden, für Privatkunden unter Privatkunden.

Häufige Fragen

Was kostet ein Smart Home für eine 80-m²-Wohnung?

Mit Steuerung von Licht, Beschattung, Heizung und Klima unter 6.000 Euro brutto bei Button, inklusive Hardware, Programmierung, Inbetriebnahme, Einschulung, Server und iPad. Der Elektriker kommt dazu.

Gibt es fixe Smart-Home-Pakete?

Nein. Der Umfang richtet sich nach Anforderungen, Wünschen und Anzahl der Komponenten, weil sich Wohnungen stark unterscheiden. Im Altbau etwa gibt es fast nie motorische Beschattung.

Ist der Einbau im Preis enthalten?

Nein. Den Einbau übernimmt immer der Elektriker. Wir liefern Hardware, Programmierung, Inbetriebnahme und Einschulung.

Warum ist KNX teurer als Homematic IP?

KNX ist planungsintensiver und braucht mehr Installationsaufwand. In unseren Projekten kostet es für denselben Funktionsumfang meist etwa das Doppelte.

Was kostet ein Smart Home im Einfamilienhaus?

Mit KNX liegt der Button-Anteil bei 12.000 bis 14.000 Euro brutto, meist zuzüglich Netzwerk, Audio und Video.

Welche Kosten entstehen nach der Übergabe?

Laufende Kosten entstehen nur, wenn Support gebraucht wird. Er wird nach Aufwand abgerechnet, vieles lässt sich per Fernwartung lösen.

Autor

DI Nikolaus Wagner ist Managing Partner der Button GmbH in Wien. Seit 2012 plant und programmiert Button Smart-Home-Anlagen für Bauträger, Gastronomie, Handel und private Bauherren, inzwischen über 600 Anlagen mit Homematic IP, KNX und Shelly. Button ist zertifizierter KNX- und Loxone-Partner und arbeitet herstellerneutral. LinkedIn

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